Hesse: Der Steppenwolf 2019



Pressestimmen

„Doch bei allen Heiterkeiten und Absurditäten entsteht im Societaetstheater keine Komödie. Wenn aus Tom Quaas das Wölfische hervorbricht und er verkrümmt ins Publikum faucht, wird es kalt im Saal. Unterstützend agiert die Regie mit deutlichen Lichtakzenten. Dezent eingesetzte Videoanimationen erzeugen bildhafte Texte oder Porträts. Ella Späte hat dafür fünf mobile, transparente Aufsteller auf der Bühne platziert, die nicht nur fix neue Bild-Raum-Situationen ergeben, sondern auch spannungsvoll kippen oder fabelhaft ins Wanken geraten können. Dazu Nebel oder Maskenspiel, und „magisches Theater“ funktioniert. Natürlich braucht der Abend vor allem einen zerrissenen Harry Haller: mürrisches Hadern, kindliches Trotzen, altkluges Dozieren, entfesseltes Wüten und ein bisschen Foxtrotteln muss Tom Quaas leisten. Und ist dafür in Hochform. (…) Ob anrührend oder selbstzerstörerisch, Tom Quaas zeigt hier ganz souverän, dass er nach wie vor eigentlich auf größere Bühnen gehört. Keiner sitzt hier in der falschen Vorstellung.“ (Sächsische Zeitung)

 

„Regisseur Arne Retzlaff baut dabei voll auf Quaas’ Präsenz als extravagantem und höchstpräsentem Helden, der die verdichtete Schizophrenie zwischen abgefucktem Schreiberling und genusssüchtigem Mann vollendet ausspielt.“ (…) Mit der üblichen Bühnenfassung von Joachim Lux in der klugen wie kargen Ausstattung von Ella Späte zelebriert Retzlaff die Zeitlosreise durch die seltsame Gefühlswelt von allgegenwärtigen Citynerds in rund einhundert pausenlosen Minuten (…) Ein sehenswerter Abend.“ (DNN)

 

Ein Theaterabend, der lange in Erinnerung bleiben wird, nicht nur durch das Spiel auf der Bühne, sondern auch wegen der zahlreichen jungen Besucher. (TheaterCourier)