Shakespeare Die Zähmung der Widerspenstigen 2017



Pressestimmen

Witzig, ja, auch albern, deftig, zotig, modern, frech, enthemmt, mit viel Spielfreude und mit aus der Bühnenebene ausbrechenden Sequenzen. Verfolgungsjagd mit Erdbeertorte durchs Publikum, Zitate aus dem Reclamheft, die Gäste dürfen sich vergewissern: Das steht da wirklich. Emanzipation und Chauvinismus hin oder her: Das Stück hat sich bis heute gut gehalten.

Christiane Barth, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Neben den Modernisierungen muss man auch die schauspielerischen Leistungen ganz besonders würdigen. Das ganze Ensemble sprühte am Dienstag nur so vor Spielfreude. Aus dem komplett überzeugenden Schauspielerteam sollen an dieser Stelle die wandlungsfähige Cornelia Heilmann (in zwei Männerrollen), Kathrin Berg (als herrlich girlie-hafte und schrille Bianca) und ganz besonders Markus Hennes (als leidensfähiger Diener Grumio), der trotz seiner grauen Mähne viele Farbtupfer setzte, noch herausgehoben werden.

Joachim Case, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Das Spiel mit den Klischees über Männer, Frauen und Südländer schlug ebenso ein wie die "Schlager-Revue" im zweiten Akt. Besonders wohltuend: Die Inszenierung hielt sowohl der damaligen Szene als auch der aktuellen Gesellschaft zwar den Spiegel vor, verzichtete jedoch auf den erhobenen Zeigefinger und säuerliche Moralpredigten.

Adrian Brosch, Fränkische Nachrichten

 

„Oh William, William, William … wir haben 2017!“ Die Figuren distanzieren sich von ihrem Autor – so zähmt die Badische Landesbühne die frühe Komödie von William Shakespeare. Überholte Geschlechterrollen? Klar. Aber Achtung – alles Theater! Dieser so einfache wie wirkungsvolle Kunstgriff lässt dem Regisseur Arne Retzlaff alle Freiheiten, die Bühnenwirksamkeit des Stücks auszuschöpfen und die Männer- und Frauenbilder lustvoll zu überziehen.

Sibylle Orgeldinger, Badische Neueste Nachrichten